Zombieland

Filmposter Zombieland

7.5/10

Originaltitel: Zombieland
USA | 2009 | 84 Min. | FSK: ab 16
Komödie, Horror, Action, Roadmovie, Coming-of-Age
Regie: Ruben Fleischer
Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick
Besetzung: Jesse Eisenberg, Woody Harrelson u.a.
Kinostart: 10.12.09
DVD/Blu-Ray VÖ: 20.05.10

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Vier Überlebende einer Zombie-Epidemie, die sich über ganz Amerika erstreckt, treffen aufeinander. Ein junger Verlierer-Typ, der übervorsichtig nach seinen eigenen Überlebensregeln handelt, ein schräger Draufgänger mit reichlich Zerstörungsfreude und ein mehr als ausgefuchstes Schwester-Pärchen.

Wie ist der Film?

„Zombieland“ ist nach „Shaun Of The Dead“ die zweite wirklich gute Zombie-Komödie dieser Welt. Wo ersterer als Zitat-gespickte Persiflage brilliert, überwiegt bei dieser amerikanischen Variante der Party-Aspekt, jedoch nicht weniger klug und hochwertig in Szene gesetzt. Die durchgestylten Bilder, welche sich durch Zeitlupensequenzen und aufwändige Textgrafiken auszeichnen, sind ein Genuss, gut unterstützt durch einen fetzigen Soundtrack. Macht es sich die Story auch ein bisschen sehr leicht, ist es auf der anderen Seite gerade der Vorteil, dass der Film sofort mit seinen originellen Ideen loslegt und weitgehend auf Hintergrund-Erklärungen pfeift.

„Zombieland“ ist darüber hinaus mutig genug, um bei expliziter Gewalt drauf zu halten und findet dabei genau das richtige Maß für augenzwinkernd schroffe Kick-Ass-Unterhaltung, ohne sich an allzu viel Splatter zu ergötzen. Ohne einige selbst für eine Horrorkomödie unglaubwürdige und übertriebene Szenen zugunsten spektakulärer Momente kommt das Drehbuch leider nicht aus, doch da der mit nicht mal 85 Minuten angenehm kurze Streifen keine Langeweile aufkommen lässt, mutet man sich das gerne zu.

Wie bei fast jedem besseren Zombiefilm sind die infizierten Fleischfresser nicht einmal das zentrale Thema; die vier Hauptcharaktere werden in einen überraschend stimmigen Genre-Mix aus Horror, Roadmovie und Coming-Of-Age-Komödie eingebettet. Woody Harelson spielt dabei seine Paraderolle – die coole Drecksau, während Kinderstar Abigail Breslin gekonnt gegen ihr „Little Miss Sunshine“-Image anspielt. Der nicht ganz so namhafte Jesse Eisenberg gibt den unfreiwillig jungfräulichen Stubenhocker mit einer dezenten Prise Coolness, weshalb er bekannte Loser-Darsteller wie Michael Cera („Superbad“, „Juno“, „Year One“) glatt übertrumpft. Schließlich rundet die erst seit wenigen Jahren im Filmgeschäft schaffende Emma Stone die Besetzung durch optische Reize und flotte Sprüche exzellent ab. Und, ganz nebenbei: Hier gibt es auch den Cameo des Jahres zu sehen.

Wenn die (Film-)Welt eins nicht braucht, dann ist es noch ein Zombiefilm. Die überraschende Ausnahme heißt „Zombieland“. Ein stark besetzter, aberwitziger Partyfilm, der keineswegs hohl ist, die Grenzen der Genre-Parodie sprengt und eine an sich völlig ausgelutschte Grundidee so frisch präsentiert, wie man es einfach nicht erwartet hätte.

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Dawn of the Dead (2004)
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1 Kommentar

  1. Einfach nur herrlich der Film. Schon mehrmals angesehen, er wird aber niemals langweilig. Das Thema der Zombies mal neu aufgegriffen.
    Ich stimme mit deiner Beurteilung überein.
    Das Zombies nicht im direkten Mittelpunkt stehen bei guten Filmen sieht man ebenso an Resident Evil.

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