Filme online – legal, illegal, egal?

StreamingEs gibt viele Arten, an Filme zu gelangen. Welche Arten wie legitim sind, darüber herrscht in Zeiten des World Wide Web eine rege Debatte. Das überaus komplexe Thema gliedert sich in zwei Grundsatzfragen. Wo gehören Filme hin? Und: Wie dürfen Filme besorgt werden? Ein (professioneller) Film ist Kunst, in die normalerweise eine Menge Leute viel Arbeit gesteckt haben, um aus Inhalt und Technik das Beste herauszuholen. Werden der Laptop oder das Smartphone dem Werk überhaupt gerecht? Wie muss das Heimkino ausgestattet sein, um dem öffentlichen Kino das Wasser zu reichen?

Immer häufiger werden Filme in den eigenen vier Wänden konsumiert, immer häufiger direkt über das Internet, das immer häufiger auch auf dem Fernsehgerät läuft. Voraussetzung ist zunächst nur eine stabile Internetverbindung, die zum eigenen Haushalt passt. Diese kann mit der Webseite www.dsl-vergleich-123.de leicht gefunden werden. Ob dann die Abspielgeräte dem Film würdig sind, liegt im eigenen Ermessen. Aber welche sind eigentlich die guten und vor allem legitimen Quellen, um Filme online zu sehen?

Online-Film-Piraterie ist weit verbreitet, und sie hat zu viele Gründe, um sie bedingungslos zu verteufeln. Aber kann sie allein durch Aufklärungsarbeit nicht verringert werden? Ti West („The House of the Devil“, „The Innkeepers – Hotel des Schreckens“) erklärte in einem offenen Brief, dass es gerade bei Independentfilmen wichtig sei, sie durch Kinobesuche beziehungsweise Käufe zu unterstützen. Denn nur wenn das Publikum zeigt, dass eine Nachfrage besteht, erhalten entsprechende Filme weiterhin die Möglichkeit, produziert und vermarktet zu werden. Dabei geht es gar nicht darum, Cast und Crew reich zu machen. Selbst Streaming kann unterstützen, wenn legal.

Diverse Streaming-Seiten, die das Urheberrecht massiv verletzen, sind hinreichend bekannt. Doch völlig legale Varianten wie Amazon Instant Video & Co. Sind auf dem Vormarsch. Tipp: Clipfish, MyVideo und vor allem Netzkino bieten Filme sogar völlig kostenlos – und rechtmäßig – zum direkten Stream im Browser an. Die Filmauswahl lässt zu wünschen übrig, ist jedoch für Unterhaltungssuchende, die einfach nur ein leichtes Feierabendprogramm wünschen, völlig ausreichend. Auch die Mediatheken der TV-Sender kosten lediglich die Rundfunkgebühr. Wie gerechtfertigt diese ist, führt schon wieder zu einer anderen Debatte…

1 Kommentar

  1. Ich glaube, daß in der Filmwirtschaft ein konstantes Ungleichgewicht herrscht, welches ein wenig auf den Vormarsch des Fernsehens zurückgeht und dann seit dem Konflikt zwischen Kino und Heimvideo ausgefochten wird. Es gibt unterschiedliche Bedürfnisse, Interessen und am Ende der Kette nur Monopolisten und Vergessene. Eigentlich müsste es Platz für alle geben, aber dennoch werden viele Kunstwerke überhaupt nicht oder verspätet zugänglich gemacht. Dabei halte ich als notorischer Originalsammler das legale Streaming für eine Chance, um Spartenfilme überhaupt zu verbreiten, die kommerziell nicht als attraktiv empfunden werden. Außerdem sollten Kino und Primetime Plätze für Dinge abseits vom Mainstream freihalten, um das Klima auszugleichen. Denn machen wir uns nichts vor, am Ende hat sich die Industrie einfach selbst Konsumenten erzogen, die nur noch das Neueste haben möchten und damit in den Schatten der Legalität die rostige Marketingmaschine der großen Filmstudios längst überrundet haben.

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