The Divide

DVD-Cover The Divide

7/10

Originaltitel: The Divide
USA | 2011 | ca. 108 Min. | FSK: ab 18
Thriller, Horror, Science-Fiction
Regie: Xavier Gens
Drehbuch: Karl Mueller, Eron Sheean
Besetzung: Lauren German, Michael Biehn, Milo Ventimiglia u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 11.05.12

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Schnittbericht
Bilder © Universum Film

Worum geht’s?

Vor Evas Augen zerfällt New York City unter gewaltigen Explosionen zu Schutt und Asche. Gerade noch rechtzeitig zerrt sie ihr Mann vom Fenster weg und rettet sich mit ihr sowie einigen weiteren Personen in einen großen Bunker im Keller. Die bunt zusammengewürfelte Gruppe muss bis auf unbestimmte Zeit eingeschlossen bleiben. Bei Meinungsverschiedenheiten und Nahrungsknappheit nehmen psychische Verwandlungen ihren Lauf…

Wie ist der Film?

Und wieder geht die Welt unter. Warum, weiß man nicht so genau. Regisseur Xavier Gens geht es auch viel mehr darum, in einem Szenario verschiedener unfreiwillig zusammengepferchter Personen menschliche Abgründe herauszuarbeiten. Und dabei gräbt er tiefer, als es sich so manch ein Filmmacher traut. „The Divide“ ist weder ein typischer Postapokalypse-Thriller noch typischer Gemetzel-Horror, sondern bewegt sich genau dazwischen und ist dabei mal originell und intensiv, mal zu trostlos und abgehoben, um das Ganze mögen zu können.

Szenenbild The DivideDie Ähnlichkeit mit Gens‘ Nazi-Kannibalen-Durchbruchsfilm „Frontier(s)“ beginnt schon bei der verspielten Ästhetik samt stilvoll-melancholischer Musikuntermalung, die dem Style-over-Substance-Problem gerade noch so entgeht und die Thematik stimmungsvoll aufbereitet. Zudem kommt auch wieder die augenscheinliche Vorliebe des Regisseurs, seine DarstellerInnen an physische Grenzen gehen zu lassen, zum Vorschein. Bis es soweit ist, braucht der Film allerdings seine Zeit, damit sich der Wahnsinn langsam aber sicher und möglichst nachvollziehbar ausbreiten kann. Einerseits funktioniert „The Divide“ nur durch die stattliche Laufzeit (in Deutschland rund 108 Minuten, auf der US-DVD mit vielen erweiterten Szenen über 120), andererseits wird jene zum Problem, da man einer durch und durch unangenehmen Prämisse ausgeliefert ist.

Aus zwei typischen Szenarien, von denen man in letzter Zeit eigentlich schon genug gesehen hat – Postapokalypse à la „The Road“ und Gemeinschaftszelle à la „Saw II“ oder „Exam“ – macht Xavier Gens glücklicherweise sein eigenes Ding und punktet mit einem gut aufspielenden Ensemble aus unverbrauchten Gesichtern. Allerdings geht es dabei nicht nur mit den Figuren durch, sondern auch mal mit dem Regisseur, wodurch „The Divide“ nicht immer schlüssig bleibt. Es ist eine teils konfuse und löchrige Handlung, dafür aber bei weitem eigenständiger als noch in „Frontier(s)“. Und wer diese zutiefst deprimierende Tortur mitmacht, wird auch deren Faszination erkennen.

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