Der Unsichtbare (2020)

Filmposter Der Unsichtbare7.5/10

Originaltitel: The Invisible Man
USA, AU | 2020 | 125 Min. | FSK: ab 16
Horror, Thriller, Romanadaption
Regie: Leigh Whannell
Drehbuch: Leigh Whannell
Besetzung: Elisabeth Moss, Aldis Hodge, Storm Reid u.a.
Kinostart: 27.02.20
DVD/Blu-Ray VÖ: 09.07.20

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Universal Studios

Worum geht’s?

Cecilia flüchtet heimlich vor ihrem kontrollsüchtigen, gewalttätigen Partner Adrian und findet Unterschlupf bei einem befreundeten Polizisten. Nach einer kurzen Ruhephase geht der Terror weiter, doch niemand glaubt Cecilia, was sie erlebt. Adrian Griffin, ein brillanter Ingenieur im Bereich der Optik, scheint einen Weg gefunden zu haben, sich unsichtbar zu machen.

Wie ist der Film?

Leigh Whannell hat es wieder getan! Der „Saw“-Erfinder – inzwischen auch Regisseur – lieferte 2018 mit „Upgrade“ eine erfrischenden kleine Genre-Perle; mit „Der Unsichtbare“ hat er sich abermals übertroffen. Nur noch die Grundidee von H.G. Wells‘ Romanvorlage ist geblieben, und daraus formte Whanell einen modernen, fies-verzwickten und selten spannenden Albtraum. Die erste Verfilmung aus dem Jahr 1933 legte den Fokus noch auf den unsichtbaren Mann selbst. Diesmal leiden wir voll und ganz mit den Sichtbaren.

Szenenbild Der UnsichtbareVon Anfang an weiß die Handlung zu packen, sogar auf mehreren Ebenen. Denn über den einzelnen beklemmenden Szenen liegt auch ein großes Rätsel, mit dem Whannell sein Publikum permanent im Griff hat. Elisabeth Moss („Mad Men“, „Wir“) trägt die Geschichte mit ihrer herzzerreißenden Performance fast allein. Die anderen Ensemblemitglieder tragen nur etwas zur Erdung bei, wenn der Wahnsinn um sich greift. Blut und visuelle Effekte setzt der Regisseur relativ sparsam ein, denn er versteht es ausgezeichnet, eine Atmosphäre zum Nägelkauen zu kreieren. Allein die ausgeklügelte Kameraführung ist ein Genuss. Und schließlich lässt der Film einen Interpretationsspielraum, durch den er umso länger im Kopf bleibt.

Aus einem simplen, uralten Konzept wird ein brillanter Horror-Thriller voller Emotion und Überraschung. „Der Unsichtbare“ mag nach hinten raus eine Spur zu lang sein, ist aber dennoch überaus gelungen – in seiner Sparte weit vorn.

Ähnliche Filme

Der Unsichtbare (1933)
Hollow Man
Don’t Breathe

2 Kommentare

  1. Whannells „Upgrade“ hat mir damals gefallen. Der hatte einige interessante neue Ansätze. Den hier kenne ich noch nicht, aber mit Elisabeth Moss in der Hauptrolle kann da ja im Grunde auch nicht viel schief gehen.

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