Halloween II – Das Grauen kehrt zurück

DVD-Cover Halloween II

5.5/10

Originaltitel: Halloween II
USA | 1981 | 89 Min. | FSK: ab 18
Horror, Thriller
Regie: Rick Rosenthal
Drehbuch: John Carpenter, Debra Hill
Besetzung: Donald Pleasence, Jamie Lee Curtis,
Charles Cyphers u.a.
Kinostart: 11.11.82
DVD/Blu-Ray VÖ: ?

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Bild © Cyber-Pirates

Worum geht’s?

Es ist immer noch Halloween. Der maskierte Mörder Michael Myers ist verschwunden und die unter Schock stehende Laurie wird in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Psychiater Dr. Loomis begibt sich zusammen mit der Polizei erneut auf die Suche nach Michael. Dieser verschafft sich schnurstracks Zugang zum Krankenhaus.

Wie ist der Film?

Ob man es dem Publikum schlichtweg schuldig war, zu klären, wohin Michael Myers verschwunden ist, oder ob das lediglich eine Entmystifizierung des ersten Teils darstellt, das liegt im Auge des Betrachters. „Halloween II“ beginnt mit dem Ende von Teil 1 und knüpft nahtlos daran an. Wenn schon eine Fortsetzung, dann wohl am besten so.

John Carpenter und Debra Hill, die schon den ersten Teil zusammen schrieben, verfassten auch diesmal das Drehbuch – so ist auf alle Fälle schon mal ein gewisses Niveau gesichert. Ansonsten entpuppt sich „Halloween II“ als schlichtweg typische Fortsetzung. Es gibt erheblich mehr Blut und Brutalität zu sehen, dafür weniger atmosphärische Dichte. Ein paar spektakuläre Szenen, die man angesichts des sehr schmal budgetierten ersten Teils nicht erwartet hätte, kurbeln immerhin den Unterhaltungswert an. Die kultige Musik von Carpenter scheint diesmal – ganz im Sinne der 80er – aus dem Synthesizer zu kommen, was man nicht gerade als Verbesserung bezeichnen kann.

Dr. Loomis, neben Laurie und Michael die zentrale Hauptfigur, kann sich in diesem zweiten Teil leider fast nur wiederholen und verliert dadurch einen gewissen Glanz. De facto ist Teil 2 ausschließlich dazu da, um zu erklären, warum Michael Myers ausgerechnet Laurie Strode so hartnäckig verfolgt. Die interessante Information wird dann leider nur recht unmotiviert untergebracht. Positiv zu bemerken ist vielleicht noch die damals recht junge Idee des ironischen weil unpassend fröhlichen Abspannsongs, aber das nur am Rande.

Das Phänomen „Halloween“, das die Slasher-Welle ins Rollen brachte, ist in der Fortsetzung nur noch einer von vielen, denn inzwischen waren schon Filme wie „Prom Night“ (auch mit Jamie Lee Curtis), „Blutiger Valentinstag“ und vor allem „Freitag der 13.“ rausgekommen. Die Autoren des legendären ersten Streichs tun nochmal, was sie können und liefern gehobenen Durchschnitt, bevor aus „Halloween“ eine Filmreihe wird, auf welche die ursprünglichen Verantwortlichen bald keinen Einfluss mehr haben. Teil 3 erzählt eine ganz neue Geschichte ohne Michael Myers. Da dieses Konzept sich als Flopp entpuppte, wurde der Träger der weißen Maske rehabilitiert, fünfmal, sicherlich mit meist fallender Qualität, und dann kamen auch schon die Remakes.

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