Trollhunter

Filmposter Troll Hunter

5/10

Originaltitel: Trolljegeren
NOR | 2010 | ca. 90 Min. | FSK: ab 12
Mockumentary
Regie: André Øvredal
Drehbuch: André Øvredal
Besetzung: Otto Jespersen, Hans Morten Hansen, Tomas Alf Larsen, Johanna Mørck u.a.
Kinostart: 07.04.11
DVD/Blu-Ray VÖ: 01.09.11

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter | film zeit

Worum geht’s?

Ein aus drei Studierenden bestehendes Filmteam versucht für eine Dokumentation, mit der Kamera einer Reihe mysteriöser Todesfälle auf den Grund zu gehen. Man spricht von Bären, die ihr Unwesen treiben. Als sie dem vermeintlichen Bärenjäger Hans in Norwegens entlegene Wälder folgen, stoßen die Drei allerdings auf etwas weit Größeres: Trolle.

Wie ist der Film?

‚Found Footage‘ mal anders: Keine Zombies („Diary of the Dead“, „[•REC]”), keine Hexen oder Geister („Blair Witch Project”, „Paranormal Activity“) und auch keine Monster aus dem All („Cloverfield”). Der norwegische Autorenfilmer André Øvredal hat sich auf die Mythologie seines Herkunftslandes berufen und die Trolle als Gegenstand seines Beitrags zum seit einigen Jahren florierenden Horrorsubgenre gewählt. (Ja, anders als im berühmten Trash-Machwerk „Troll 2“ geht es hier tatsächlich um Trolle.)

Damit springt Øvredal mit seinem Inszenierungsstil natürlich auf einen inzwischen nahezu totgerittenen Zug auf, bereichert die Sparte aber gleichzeitig auch um frische, subtile Ironie, da man die Riesen mit der Knollennase eher aus Kinderbüchern kennt und sie vorher in diesem Kontext noch nicht behandelt wurden. „Trollhunter“ fehlt lediglich ein straffer Spannungsbogen und genügend interessanter Erzählstoff.

Nett ist die Grundidee, angenehm natürlich das unverbrauchte Ensemble und recht glaubhaft der vermeintliche Rohschnitt aus dem vermeintlich gefundenen Filmmaterial. Weniger glaubwürdig sind dagegen einige inhaltliche Kniffe. Vor allem die Frage, wie die Geheimhaltung der Trolle angesichts des Verhaltens einiger Figuren funktionieren soll, kann man eigentlich nur belächeln. Allerdings gehört vielleicht auch gerade das zum bewussten Charme des dezent persiflierenden Films.

Über die kleinen Mankos wie etwa auch die teils durchwachsenen Spezialeffekte kann man hinwegsehen, nicht aber darüber, dass „Trollhunter“ für seine Laufzeit einfach nicht genug zu erzählen hat und sich statt einer gewissen Grundspannung stellenweise die pure Langeweile breit macht. So bleibt der nicht wirklich lustige, nicht wirklich gruselige „Trollhunter“ trotz originellem Ansatz und solidem Handwerk leider doch nur ein durchschnittlicher Genrebeitrag, der erwähnenswert, aber deswegen noch nicht sehenswert ist.

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Cloverfield
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