Brightburn – Son of Darkness

DVD-Cover Brightburn

7/10

Originaltitel: Brightburn
USA | 2019 | 90 Min. | FSK: ab 16
Horror
Regie: David Yarovesky
Drehbuch: Brian Gunn, Mark Gunn
Besetzung: Elizabeth Banks, David Denman, Jackson A. Dunn u.a.
Kinostart: 20.06.19
DVD/Blu-Ray VÖ: 30.10.19

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bild © Sony Pictures Home Entertainment

Worum geht’s?

Brightburn in Kansas. Eine Raumkapsel stürzt nahe der Farm von Tori und Kyle Breyer ab. Darin finden die beiden ein Baby, wie sie es sich schon lange gewünscht hatten. Zwölf Jahre lang vertuschen sie erfolgreich die außerirdische Herkunft ihres Adoptivsohns. Dann beginnt Brandon, seine übermenschlichen Kräfte zu entdecken und auf zerstörerische Weise einzusetzen.

Wie ist der Film?

James Gunn gelang der Durchbruch mit seinem augenzwinkernden eigenen Blick auf das Superheldentum, vor allem in „Guardians of the Galaxy“ (2014), aber auch schon in „Super“ (2010). Der von ihm produzierte, von seinem Cousin Mark und seinem Bruder Brian geschriebene „Brightburn“ verfolgt das Superheldenkonzept etwas abstrakter. Der Gunn-Clan übergab die Regie an den befreundeten, bislang weitgehend unbekannten David Yarovesky, und dieser vollendete einen pfiffigen kleinen Albtraum.

Szenenbild Brightburn„Brightburn“ bedient sich offen bei der Entstehungsgeschichte von Superman und verdreht sie in ein Horrorszenario. Das sich verwandelnde Kind außer Kontrolle funktioniert dabei auch als Pubertätshyperbel à la „Ginger Snaps – Das Biest in dir“. Die vielen Erschreck-Effekte wirken zwar abgedroschen, werden aber durch ein paar durchaus intensive Gewaltmomente aufgewogen. Hauptdarstellerin Elisabeth Banks („Zack and Miri Make a Porno“) bildet das Herzstück des Films und versteht es blendend, die Mutterliebe und schließlich die innere Zerrissenheit zu transportieren.

Das interessante Konzept geht auf, gerade weil das Drehbuch nur die nötigsten Infos liefert und ansonsten gruselig vage bleibt. „Brightburn“ ist eine herrlich zynische Metapher über die Adoleszenz, und vor allem ein sympathischer Gegenentwurf zu den Origin-Stories im Superhelden-Blockbuster-Kino, gut gespielt und mit kleinem Budget effektiv inszeniert.

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