Dogma

Filmposter Dogma

7/10

Originaltitel: Dogma
USA | 1999 | 128 Min. | FSK: ab 16
Komödie, Satire, Fantasy
Regie: Kevin Smith
Drehbuch: Kevin Smith
Besetzung: Ben Affleck, Matt Damon, Alan Rickman, Linda Fiorentino, Salma Hayek, Chris Rock u.a.
Kinostart: 20.04.00
DVD/Blu-Ray VÖ: 26.01.01

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Zwei von Gott verstoßene Engel haben einen Plan, wie sie wieder in ihre Heimat zurück gelangen können. Doch wenn ihnen dies gelingt, wird die Unfehlbarkeit Gottes widerlegt und damit alle Existenz nichtig. Deshalb macht Engel Metatron, die Stimme Gottes, die einzige Nachfarin von Jesus ausfindig, damit sie die Apokalypse verhindert. Sie heißt Bethany, arbeitet in einer Abtreibungsklinik und hat keine Ahnung.

Wie ist der Film?

Unter Kevin Smiths New-Jersey-Filmen tanzt „Dogma“ völlig aus der Reihe. Handelten die Vorgänger „Clerks“, „Mallrats“ und „Chasing Amy“ noch von zwischenmenschlichen Beziehungen, liefert Smith nun Zündstoff über das Christentum. In Form der Stammbesetzung und vielen Popkulturreferenzen bleiben aber auch die bekannten Markenzeichen.

Ben Affleck und der ihm schauspielerisch stets überlegene Matt Damon besiegeln hier ihren engelsgleichen Aufstieg als Hollywoods Traumpaar, der ihnen kurz zuvor mit „Good Will Hunting“ gelang. Ja, „Dogma“ ist auch Kevin Smiths erster Film, der wie eine große Hollywood-Produktion aussieht; kein Independent-Look mehr. Trotzdem schert sich der Regisseur und Autor herzlich wenig um Action (diese findet im Off statt) und konzentriert sich auf seine berühmten Dialoge.

Die Kifferkollegen Jay und Silent Bob sind inzwischen zu Hauptfiguren gereift und zeigen, dass die dafür tatsächlich genug hergeben – mit der richtigen Unterstützung. Neben üblichen Verdächtigen gefallen in der Besetzung auch namhafte Neuzugänge wie Linda Florentino („Men in Black“), Salma Hayek („Desperado“), Chris Rock („Lethal Weapon 4“) und allen voran Alan Rickman („Stirb Langsam“) mit einer herrlichen Mischung aus britischem Anstand und beißendem Sarkasmus.

Trotz großer Kontroverse: „Dogma“ ist keine Gotteslästerung, sondern hinterfragt lediglich die menschengemachte Bibel und stellt Annahmen über das Christentum auf den Kopf. Smith – selbst gläubig – sendet letztendlich positive Botschaften gegen Materialismus und Egoismus. So finden sowohl Atheisten als auch Gläubige Zugang zur Geschichte. Der Wermutstropfen: In der sehr abstrakten, kuriosen Handlung fällt es schwer, eine emotionale Bindung zu den Figuren herzustellen.

„Dogma“ ist eine interessant besetzte, innovative Satire über Gott und die Welt – unendlich frech, jedoch nicht böse. Amen.

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1 Kommentar

  1. ich liebe diesen film!
    musste mir ja einen aussuchen um „zurückspämmen“ zu können 😉 ich glaube ich muss meine selbstbetitelung „filmfan“ noch mal überdenken wenn ich mir deine homepage so anschaue *verneig*
    aber auch dir: schön weitermachen, gefällt mir gut! und ja, ich erinner mich noch!
    lg!

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