Nope

Poster Nope7/10

Originaltitel: Nope
USA | 2022 | 130 Min. | FSK: ab 12
Horror, Thriller
Regie: Jordan Peele
Drehbuch: Jordan Peele
Besetzung: Daniel Kaluuya, Keke Palmer, Steven Yeun, Michael Wincott, Brandon Perea u.a.
Kinostart: 11.08.22
DVD/Blu-Ray VÖ: ?

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Szenenbild © Universal Studios. All Rights Reserved.

Worum geht’s?

OJ Haywood betreibt eine Ranch, die Pferde für Filmproduktionen stellt. Seine Schwester Emerald hilft ihm nebenbei. Auf dem Grundstück ereignen sich seltsame Phänomene, ausgelöst von etwas, das sich in den Wolken versteckt. Die Geschwister wittern Ruhm und Reichtum, wenn ihnen nur eine gute UFO-Aufnahme gelingt.

Wie ist der Film?

Jordan Peele, Schöpfer von „Get Out“ und „Wir“, kehrt mit seinem dritten Streich zurück, um wieder in einer kreativen Verbiegung des Horrorgenres die (amerikanische) Gesellschaft zu reflektieren. Diesmal traut er sich noch mehr Größe, verwendet Science-Fiction-Elemente und schenkt dem Publikum eine fast kindliche Faszination für das große Unbekannte.

Die Handlung entfaltet sich langsam und geheimnisvoll, während Kameramann Hoyte van Hoytema („Interstellar“) die Weite der Drehorte sehr greifbar einfängt. Von Anfang an liegt Suspense in der Luft, und bis zum Schluss gibt es wenig Klarheit. Zum wohligen Grusel mischt sich immer wieder eine gesunde Prise trockenen Humors. Wo Mainstream-Horror-Fans vergeblich auf mehr Action warten, herrscht eine sanft packende Atmosphäre voller Symbolkraft.

Szenenbild Nope

„Nope“ ist ein Film über die Ausbeutung in der Hollywood-Filmindustrie, im weiteren Sinne über Selbstverlust und die Sucht nach Spektakel, verkörpert durch die Bedrohung von oben. Das gegensätzliche Geschwisterpaar erzählt vom Sehen und dem Wunsch, gesehen zu werden, vom Leben vor und hinter der Kamera. Keke Palmer („Hustlers“) sprüht vor Energie, Daniel Kaluuya („Get Out“) spricht derweil nur mit Blicken Bände. Kauzige Nebenfiguren, die alle auf ihre eigene Art Gefangene sind, runden die Besetzung ab.

Ohne eine Botschaft aufzudrängen, verpackt Peele bildhaft viele Themen und erinnert dabei an die Mysterien von David Lynch („Lost Highway“) sowie M. Night Shyamalan („The Sixth Sense“). Die unterschiedlichen Motive lassen eine gewisse Geschlossenheit vermissen, und der Regisseur bewegt sich mit diesem Projekt schon nah am Größenwahn. Nichtsdestotrotz gelingt ihm einmal mehr ein erfrischender Metaphern-Horror.

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