The Banshees of Inisherin

Filmposter The Banshees of Inisherin

7/10

Originaltitel: The Banshees of Inisherin
IE, USA, GB | 2022 | 114 Min. | FSK: ab 16
Drama, Komödie
Regie: Martin McDonagh
Drehbuch: Martin McDonagh
Besetzung: Colin Farrell, Brendan Gleeson, Kerry Condon, Barry Keoghan u.a.
Kinostart: 05.01.23
DVD/Blu-Ray VÖ: ?

Links zum Film:
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Szenenbild © 2022 20th Century Studios All Rights Reserved.

Worum geht’s?

1923: Das kleine Volk der Insel Inisherin lebt bescheiden und beobachtet den Irischen Bürgerkrieg aus sicherer Entfernung. Landwirt Pádraic versteht die Welt nicht mehr, als Folkmusiker Colm ihm nach Jahren plötzlich die Freundschaft kündigt und seine Ruhe haben will.

Wie ist der Film?

Regisseur und Autor Martin McDonagh („7 Psychos“, „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“) kehrt für Kinofilm Nummer vier in seinen Heimatstaat Irland zurück und versammelt dafür nochmal das Hauptdarstellerduo aus seinem Debüt „Brügge sehen… und sterben?“. Zur Vorlage nahm McDonagh diesmal ein selbstgeschriebenes Theaterstück, und das merkt man „The Banshees of Inisherin“ auch an, denn die Geschichte ist sehr reduziert, der Schauplatz wie ein Bühnenbild.

Szenenbild The Banshees of Inisherin

Lakonisch, ruhig und ein bisschen rätselhaft entfaltet sich das Treiben auf der fiktiven, malerisch fotografierten Insel. Die Dialoge sind so klar, so einfach, dass sie wirken, als hätte jeder sie schreiben können. Aber in Wirklichkeit ist das Drehbuch in seiner Präzision brillant. McDonagh zeichnet die gegensätzlichen Hauptfiguren beide gut nachvollziehbar und sehr menschlich, ohne zu werten.

„The Banshees of Inisherin“ balanciert beachtlich galant zwischen Komik und Tragik; ein ebenso trauriger wie witziger Film. Carter Burwell untermalt den kauzigen Erzählton passend mit feinsinniger Musik. Colin Farrell („The Batman“) und Brandan Gleeson („The Guard“) spielen stark wie eh und je, aber auch Berry Keoghan („Eternals“) und Kerry Condon tragen die Handlung hervorragend.

Große Fragen wie ‚Was macht ein Leben erfüllend?‘ werden gestellt, aber „The Banshees of Inisherin“ bleibt vage und nüchtern. Spannungen scheinen viel anzukündigen, doch die große Entladung bleibt aus. Einerseits etwas wenig, aber die Wenigkeit ist ja gerade der Punkt.

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