Jay und Silent Bob schlagen zurück

DVD-Cover Jay und Silent Bob schlagen zurück

6.5/10

Originaltitel: Jay and Silent Bob Strike Back
USA | 2001 | 104 Min. | FSK: ab 12
Komödie
Regie: Kevin Smith
Drehbuch: Kevin Smith
Besetzung: Jason Mewes, Kevin Smith, Will Ferrell, Shannon Elisabeth, Eliza Dushkuh, Ben Affleck, Jason Lee, Ali Larter u.a.
Kinostart: 18.04.02
DVD/Blu-Ray VÖ: 01.12.03

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter
Bilder © Paramount

Worum geht’s?

Durch Zufall erfahren die Drogendealer Jay und Silent Bob, dass ein Film über Bluntman & Chronic – die Comicfiguren, für die sie als Vorlage dienten – gedreht werden soll. Aufgrund zahlreicher negativer Internetkommentare zu dem Filmprojekt fürchten die beiden um ihren Ruf und wollen daraufhin versuchen, den Dreh zu stoppen. Ein chaotischer Trip nach Hollywood beginnt.

Wie ist der Film?

Szenenbild Jay und Silent Bob schlagen zurückNach der brillanten Liebesdramödie „Chasing Amy“ und der gewitzten Satire „Dogma“ lässt sich Autorenfilmer Kevin Smith ungeniert auf das Niveau versauter College-Komödien fallen. Aber jenes Niveau entspricht nun mal dem der Hauptfiguren, ist also gerechtfertigt. Da die legendären Kiffer-Kumpel Jay und Silent Bob bereits in „Dogma“ einen wichtigen Part innehatten und sowieso das Aushängeschild der New-Jersey-Filme sind, war es nur eine Frage der Zeit, bis sie ihren eigenen Film bekämen. Snoochie-boochies, es ist soweit!

„Jay und Silent Bob schlagen zurück“ ist eine holprige Aneinanderreihung alberner Gags, die auch nicht vor Zeitlupenaufnahmen sich räkelnder Frauenkörper zu fetziger Musik zurückschreckt – das ultimative Signal für Drehbuchdefizite. Doch hier kommt der große Clou: Smith weiß ganz genau, was er da anrichtet. Der Film ist ein enorm selbstironisches Potpourri aus Parodien, Zitaten, Anspielungen und Gastauftritten, das der Fangemeinde einfach nur Danke sagen will. So absolut bescheuert, dass es schon wieder richtig lustig und befreiend ist.

Allein wie Ben Affleck und Matt Damon ihren eigenen Erfolg durch den Kakao ziehen, ist ein Brüller. Hinzu kommen noch beeindruckend viele weitere Cameos aus der Film- und Fernsehbranche. Dass derart viele Stars bereit waren, sich hier selbst auf die Schippe zu nehmen, spricht für Kevin Smith, der ja selbst in erster Linie Fanboy und Kinoliebhaber ist. „Jay und Silent Bob schlagen zurück“ verulkt auch ganz allgemein die Traumfabrik Hollywood, doch an dieser Stelle sei betont: Für alle, die Smiths Vorgängerfilme „Clerks“, „Mallrats“, „Chasing Amy“ und „Dogma“ nicht kennen, ist dieses Feuerwerk der Referenzen relativ sinnlos. Kennerinnen und Kenner dagegen haben Grund zu feiern.

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1 Kommentar

  1. Jay und Silent Bob fand ich toll in „Dogma“ und auch sonst, aber mit den beiden als Lead war mir das zu sehr „auf dem Niveau versauter College-Komödien“. Klar, viel witziges Insiderkram aus dem Smith’schen Universum und generell aus der Welt des Films, aber das extreme Rumgezote fiel mir recht früh auf den Wecker

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