Spidey in Action
© Sony Pictures

Worum geht’s? – Ein Vorwort

Spider-Man alias Peter Parker ist eine von Stan Lee und Steve Ditko erfundene Comicfigur, die 1962 in der Reihe „Amazing Fantasy“ erstmals auftauchte und heute zu den populärsten Superhelden der Welt gehört. 1967 gab es Spider-Man in einer Zeichentrickserie erstmals in bewegten Bildern zu bewundern. 1974 bis 1977 trat ein ‚realer‘ Spider-Man regelmäßig in der Kinderserie „The Electric Company“ mit Morgan Freeman auf. 1977 wurde die Pilotfolge für die erste eigenständige, nicht animierte Spidey-Serie als Kinofilm vermarktet und gilt somit als erster Spider-Man-Film. Es folgten weitere anderthalbstündige Abenteuer, die allerdings nur im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Bis heute entstanden zahlreiche verschiedene Fernsehsendungen um den Spinnenmann; die Verhandlungen für einen weiteren Kinofilm jedoch konnten jahrzehntelang nicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Nach unzähligen Überlegungen und Regiekandidaten – darunter auch James Cameron – wanderten die Filmrechte an der Comicfigur um die Jahrtausendwende an Sony, wo sie heute noch liegen. Sony beauftragte Regisseur Sam Raimi mit neuen Spidey-Filmen. Raimis Trilogie mit Tobey Maguire in der Hauptrolle brach mehrere Rekorde an den Kinokassen; Teil 3 war der bis dato teuerste Kinofilm aller Zeiten. „Spider-Man 4“ inklusive Rückkehr der bisherigen Hauptbesetzung befand sich schon in Planung. Doch Raimi, der bereits mit „Spider-Man 3“ unzufrieden war, bekundete, für ein bestmögliches Ergebnis die vom Studio gesetzte Deadline nicht einhalten zu können. Sony trennte sich von Raimi, und im selben Zug kündigte das Studio einen Neustart der Reihe an.

Spider-Man“, „Spider-Man 2“ und „Spider-Man 3“ von Sam Raimi stellen eine abgeschlossene Trilogie dar. „The Amazing Spider-Man“ von Marc Webb erzählt die Superheldengeschichte mit einigen Änderungen und neuer Besetzung von vorn. Als Grund für den Reboot führt Sony an, Peter Parker wieder in seiner Highschool-Zeit zeigen zu wollen. Parker ist (in allen Filmversionen) ein naturwissenschaftlich begabter Hobbyfotograf, der von einer Spinne aus einem Forschungslabor gebissen wird, daraufhin besondere Kräfte erlangt und schließlich maskiert das Verbrechen bekämpft. Durch den Fokus auf Peter als gebeutelten, verliebten Schüler stellt Spider-Man unter Superhelden eine Ausnahme dar, mit dem sich ein jugendliches Publikum besonders gut identifizieren kann.

Die Unterschiede zwischen Sam Raimis Trilogie und der späteren „The Amazing Spider-Man“-Reihe bestehen hauptsächlich in der Wahl der Bösewichte. Peter Parkers erste große Liebe heißt in Raimis Version Mary Jane Watson; in den neueren Filmen handelt es sich um Gwen Stacy. Beide Figuren sind bereits aus den Comics bekannt. Spider-Mans ikonischer Spinnennetz-Schuss aus dem Handgelenk ist neuerdings einer mechanischen Erfindung geschuldet und kommt nicht mehr direkt aus Parkers Haut. Seit dem Neustart sind zwei „The Amazing Spider-Man“ Filme erschienen. Diverse Fortsetzungen und Spin-Offs waren geplant, wurden jedoch wegen eines erneuten Neustarts eingestampft:

Spider-Man ist eine Marvel-Figur, gehörte aber zunächst nicht zum Marvel Cinematic Universe. Schließlich stimmte die Firma Sony, der die Filmrechte an Spider-Man nach wie vor gehören, einer Zusammenarbeit mit den Marvel Studios zu. Tom Holland spielt seither einen neuen, noch jüngeren Peter Parker / Spider-Man, der erstmals in „The First Avenger: Civil War“ (2016) auftrat. Kommende Spider-Man-Abenteuer spielen somit im Universum der Avengers und haben mit Sam Raimis Werk oder „The Amazing Spider-Man“ nichts zu tun.

Die Kinofilme

1977: Spider-Man – Der Spinnenmensch

2002: Spider-Man
2004: Spider-Man 2
2007: Spider-Man 3

2012: The Amazing Spider-Man
2014: The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro

2017: Spider-Man: Homecoming

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