Ghostbusters: Legacy

Filmposter Ghostbusters: Legacy7/10

Originaltitel: Ghostbusters: Afterlife
USA | 2021 | 125 Min. | FSK: ab 12
Komödie, Science-Fiction
Regie: Jason Reitman
Drehbuch: Gil Kenan, Jason Reitman
Besetzung: Carrie Coon, Finn Wolfhard, Mckenna Grace, Paul Rudd u.a.
Kinostart: 18.11.21
DVD/Blu-Ray VÖ: ?

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © 2021 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Worum geht’s?

Die alleinerziehende Callie ist pleite und muss ihre Wohnung räumen. Mit ihren Kindern Trevor und Phoebe kommt sie in dem heruntergekommenen Anwesen ihres verstorbenen Vaters unter. Die wissenschaftlich interessierte Phoebe entdeckt dort, dass ihr Großvater Geister jagte.

Wie ist der Film?

Nach dem mäßig erfolgreichen Reboot „Ghostbusters“ (2016) gab es eine Planänderung. „Ghostbusters: Legacy“ ist eine direkte Fortsetzung zu „Ghostbusters – Die Geisterjäger“ (1984) und „Ghostbusters II“ (1989), wobei zweiterer leider nahezu keine Rolle spielt. Gemäß dem Titel „Legacy“ (oder „Afterlife“) zeigt der Film auf mehreren Ebenen ein Erbe beziehungsweise Nachleben.

Szenenbild Ghostbusters: LegacyIn der Handlung wird das Zepter an die nächste Generation der Familie abgegeben – wie auch hinter der Kamera. Jason Reitman („Up in the Air“) macht eigentlich nur kleinere Filme im Independent-Stil, ist aber der Sohn von Ivan Reitman, Regisseur der originalen Geisterjäger. Ferner spiegelt der verstorbene Großvater im Film einen verstorbenen Kollegen im wahren Leben. Es sind die persönlichen, emotionalen Bezüge, die dem Film seine Stärke geben.

Zunächst macht sich „Stranger Things“-Feeling breit. Nicht nur, weil „Stranger Things“-Star Finn Wolfhard mitspielt, sondern, weil absurd fähige Kinder das Übersinnliche bekämpfen und der Stil auf Vorbildern aus den 80ern beruht. Soweit, so gut. Vor allem Mckenna Grace („Spuk in Hill House“) als Nachwuchswissenschaftlerin ist hinreißend. Paul Rudd („Ant-Man“) bildet als Quatschkopf wie man ihn kennt das Bindeglied zwischen den minderjährigen und den erwachsenen Figuren.

Beim Aufbau lässt „Legacy“ sich beachtlich viel Zeit, ja, das generelle Erzähltempo bleibt grenzwertig langsam. Dagegen halten besonders die spritzigen Dialoge sowie ein paar nette Actionszenen mit immerhin teilweise handgemachten Effekten. Das Kult-Auto Ecto-1 hat coolere Auftritte denn je. Im Showdown setzt Reitman dann vollends auf die Nostalgie-Karte. Einerseits wirkt die Hommage schon etwas faul, wenn Handlungselemente aus dem ersten Teil direkt kopiert werden. In anderen Momenten weiß der Film Fans tief zu bewegen.

Der Tod von Harold Ramis – Hauptdarsteller (Egon) und Co-Autor der Ur-Geisterjäger – im Jahr 2014 hat die Handlung maßgeblich beeinflusst. So ist „Ghostbusters: Legacy“ vor allem eine rührende Verbeugung vor ihm, in der sich Fiktion und Realität vermischen. Aber auch davon abgesehen gelingt eine herzliche Fortsetzung, die eine Balance zwischen Zitaten und einem eigenen Stil findet.

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2 Kommentare

  1. Ja der Film atmet den Geist der phantastischen alten Spielberg Filme und ist trotzdem nicht Retro. Das neue Setting ist super und die Hauptdarstellerin sowieso. Hatte so einen tollen Abenteuerfilm nicht erwartet.

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