Knives Out – Mord ist Familiensache

Filmposter Knives Out7/10

Originaltitel: Knives Out
USA | 2019 | 132 Min. | FSK: ab 12
Krimi, Komödie
Regie: Rian Johnson
Drehbuch: Rian Johnson
Besetzung: Daniel Craig, Ana de Armas, Chris Evans, Christopher Plummer, Jamie Lee Curtis u.a.
Kinostart: 02.01.20
DVD/Blu-Ray VÖ: 08.05.20

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Universum Film

Worum geht’s?

Der wohlhabende Kriminalautor Harlan Thrombey wird am Morgen nach seinem 85. Geburtstag in seinem Zimmer mit aufgeschlitzter Kehle aufgefunden. Harlans Angehörige und Gäste der Geburtstagsparty werden von der Polizei vernommen. Privatdetektiv Benoit Blanc, der mit den Polizisten zusammenarbeitet, glaubt nicht an einen Selbstmord.

Wie ist der Film?

Nachdem Regisseur und Autor Rian Johnson mit „Die letzten Jedi“ übertriebene Kontroversen in der „Star Wars“-Fangemeinde auslöste, kehrt er zurück zum kleineren Maßstab. Wie schon in „Brick“ (2005) und „Looper“ (2012) stellt er kreativ ein Genre auf den Kopf. „Knives Out“ nimmt sich das ‚Whodunit‘ vor, geprägt von Agatha-Christie-Adaptionen wie „16 Uhr 50 ab Paddington“ oder „Mord im Orient-Express“. Auch wenn Johnsons Mördersuche im Jetzt spielt, wirkt sie im besten Sinne altmodisch. Sein offensichtlicher Trumpf dabei ist die Besetzung.

Szenenbild Knives OutBeeindruckend, welche Stars und Sternchen aus drei Generationen sich in „Knives Out“ die Klinke in die Hand geben. Von Christopher Plummer („Beginners“) und Jamie Lee Curtis („Halloween“) über Michael Shannon („Man of Steel“) und Toni Collette („Hereditary“) bis hin zu Jaeden Martell („Es“). Das Ensemble macht selbstredend Spaß, allerdings bleiben die Figuren in ihrem Theaterstil eindimensional und große Namen wirken verschenkt. Die Prominenz ist hauptsächlich als Gimmick zu begreifen. Die wenigsten dürfen sich schauspielerisch etwas entfalten, darunter Daniel ‚James Bond‘ Craig und Ana de Armas („Knock Knock“).

Abgesehen von keck geschnittenen Verhör-Szenen verzichtet Johnson weitgehend auf technische Spielereien und konzentriert sich auf sein Drehbuch. Er bricht mit den Erwartungen an eine klassische Wer-ist-der-Mörder-Geschichte, um sie dann doch wieder zu erfüllen. Dabei gerät der Spannungsbogen zwischenzeitlich ins Straucheln, findet aber eine befriedigende Abrundung. „Knives Out“ ist ein raffiniert überraschender Retro-Krimi mit gesunder Selbstironie, belebt von einem bewusst stereotypen Starensemble.

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4 Kommentare

  1. Wurde mir sehr empfohlen von Bekannten. Hat die Erwartungen aber nicht getroffen. Da waren die Geschmäcker wohl doch zu verschieden. Letztlich fand ich ihn ganz okay und unterhaltsam, besser als sonstige Blockbuster. Bin aber auch froh, dass er mir in Auge gesprungen ist als ich durch die Videothek geschlendert bin.

    PS: Dieser Film hatte mich auf The Gentlemen aufmerksam gemacht, der kommt jetzt auf meine Watchlist.

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