Kevin Can Wait

Kevin Can Wait

5.5/10

Originaltitel: Kevin Can Wait
USA | 2016–2018 | ca. 22 Min. | FSK: ?
Komödie
Regie: Andy Fickman
Drehbuch: Michael Loftus, Mike Soccio u.a.
Besetzung: Kevin James, Erinn Hayes, Taylor Spreitler, Ryan Cartwright, Gary Valentine, Lenny Venito u.a.
DVD/Blu-Ray VÖ:

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Bilder © CBS

Worum geht’s?

Long Island, New York. Der frisch pensionierte Polizist Kevin Gable genießt die neue Freizeit, am liebsten mit seinen ebenfalls pensionierten Kollegen und seinem Bruder Kyle. Ehefrau Donna erhofft sich mehr Unterstützung im Haus, doch stattdessen hält Kevin sie mit seinen Schnapsideen auf Trab. Kendra, die älteste Tochter der beiden, eröffnet überraschend ihre Verlobung mit dem Briten Chale, der so gar nicht Kevins Traum-Schwiegersohn entspricht.

Wie ist die Serie?

Nach „King Of Queens“ (1998–2007) spielt Kevin James erneut die Hauptrolle einer Sitcom aus dem Hause CBS. Für Fans drängt sich natürlich die Frage auf, ob „Kevin Can Wait“ das neue „King Of Queens“ ist, und die Antwort lautet: ja. Beide Shows sind genau gleich strukturiert und inszeniert, teilen denselben Humor und dieselben Themen (chaotische Lügengebilde aus Angst vor ehrlicher Kommunikation). Die von Kevin James gespielten Protagonisten besitzen auch die gleichen Charaktereigenschaften. Es war klar, dass das Network mit diesem Vergleich konfrontiert sein würde, und CBS hat sich konsequent für Altbewährtes entschieden. Das ist heutzutage natürlich nicht gerade lustiger als vor einigen Jahren.

Kevins Freunde„Kevin Can Wait“ zeigt Kevin James (alias Kevin Gable) in seinem Element, so, wie die Fans ihn lieben lernten. Auch Gary Valentine ist in einer spaßigen Nebenrolle wieder mit dabei (er und James spielen Brüder, was sie im wahren Leben auch sind). Die von Erinn Hayes verkörperte Ehefrau Donna ist liebenswert, aber leider ohne Ecken und Kanten. Die drei Kinder kommen kaum über das Stichwortgeben hinaus. Jack, der jüngste Sprössling, hat mit seinen naiven, aber selbstsicheren Sprüchen das Zeug zum heimlichen Star der Serie, jedoch bleibt das Potenzial ungenutzt. Eine Figur von der Klasse eines Arthur Spooner fehlt dieser Sitcom besonders. Der sensible Schwiegersohn in spe taugt hier nur ansatzweise als Pendant.

Bis hin zu den eingespielten Lachern ist „Kevin Can Wait“ eine typische Sitcom, die vor allem – und auch bewusst – an „King Of Queens“ erinnert; kein Schmalz à la „Full House“, aber braver als „Two and a Half Men“. Abgesehen von prominenten Gastauftritten stechen keine einzelnen Folgen heraus. Eine nette Berieselung für zwischendurch. Wer dem Genre generell nicht abgeneigt ist, wird die gut aufgelegte Besetzung genießen und manchmal auch herzhaft lachen können.

Staffel 2 (2017–18) beginnt mit einem Skandälchen: Hauptdarstellerin Erinn Hayes wurde rigoros aus der Serie gestrichen und ihre Figur für tot erklärt. Dass dieser plötzliche Tod lediglich am Rande erwähnt wird, ist dreist. Statt Hayes steigt Leah Remini, die bereits am Ende von Staffel 1 erschien, zur Hauptdarstellerin auf. Damit ist das alte „King of Queens“-Duo wieder komplett und die Rückwärtsgewandtheit der Sitcom vollends besiegelt. Doch so frech dieser Schachzug der Macher auch anmutet, er sorgt tatsächlich für eine Verbesserung.

Die Zeit und Botox haben deutliche Spuren in Leah Reminis Gesicht hinterlassen, aber die Chemie mit Kevin James bleibt ungebrochen. Zum Glück spielen die beiden kein Liebespaar wie damals in „King of Queens“, sondern zanken sich als zwei grundverschiedene Singles, die gemeinsam arbeiten. Diese Konstellation macht Staffel 2 interessant – auch kein Sitcom-Meilenstein, aber erfrischender als die immer gleichen Eheproblemchen. Nun gut, Wiederholungen schleichen sich trotz allem ein, und schließlich konnte keine Umbesetzung das Sinken der Quoten aufhalten. Nach zwei Staffeln à 24 Episoden wurde „Kevin Can Wait“ abgesetzt, leider ohne eine abschließende Finalfolge. Ein ernüchternder Abbruch, nach dem Qualitätsanstieg zu Beginn der zweiten Serienhälfte.

Alle Folgen sind in Deutschland exklusiv bei Amazon Prime Video erschienen.

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1 Kommentar

  1. Mir gefiel die erste Staffel sehr gut – „King of Queens“ fand ich damals auch schon unterhaltsam. Das rigorose Aus von Erinn Hayes konnte ich jedoch nicht verkraften und somit hab ich lediglich die erste Folge der zweiten Staffel gesehen. Schade um die Schauspielerin Erinn Hayes.
    Ich wusste gar nicht, dass die Serie abgesetzt wurde.

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