Serien-Spezial: Kevin Can Wait

Kevin Can Wait

5/10

Originaltitel: Kevin Can Wait
USA | seit 2016 | ca. 22 Min. | FSK: ?
Komödie
Regie: Andy Fickman
Drehbuch: Michael Loftus, Mike Soccio u.a.
Besetzung: Kevin James, Erinn Hayes, Taylor Spreitler, Ryan Cartwright, Gary Valentine, Lenny Venito u.a.
DVD/Blu-Ray VÖ:

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Bilder © CBS

Worum geht’s?

Long Island, New York. Der frisch pensionierte Polizist Kevin Gable genießt die neue Freizeit, am liebsten mit seinen ebenfalls pensionierten Kollegen und seinem Bruder Kyle. Ehefrau Donna erhofft sich mehr Unterstützung im Haus, doch stattdessen hält Kevin sie mit seinen Schnapsideen auf Trab. Kendra, die älteste Tochter der beiden, eröffnet überraschend ihre Verlobung mit dem Briten Chale, der so gar nicht Kevins Traum-Schwiegersohn entspricht.

Wie ist die Serie?

Kevins FreundeNach „King Of Queens“ (1998–2007) spielt Kevin James erneut die Hauptrolle einer Sitcom aus dem Hause CBS. Für Fans drängt sich natürlich die Frage auf, ob „Kevin Can Wait“ das neue „King Of Queens“ ist, und die Antwort lautet: ja. Beide Shows sind genau gleich strukturiert und inszeniert, teilen denselben Humor und dieselben Themen (chaotische Lügengebilde aus Angst vor ehrlicher Kommunikation). Die von Kevin James gespielten Protagonisten besitzen auch die gleichen Charaktereigenschaften. Es war klar, dass das Network mit diesem Vergleich konfrontiert sein würde, und CBS hat sich konsequent für Altbewährtes entschieden. Das ist heutzutage natürlich nicht gerade lustiger als vor einigen Jahren.

„Kevin Can Wait“ zeigt Kevin James (alias Kevin Gable) in seinem Element, so, wie die Fans ihn lieben lernten. Auch Gary Valentine ist in einer spaßigen Nebenrolle wieder mit dabei (er und James spielen Brüder, was sie im wahren Leben auch sind). Die von Erinn Hayes verkörperte Ehefrau Donna ist liebenswert, aber leider ohne Ecken und Kanten. Die drei Kinder kommen kaum über das Stichwortgeben hinaus. Jack, der jüngste Sprössling, hat mit seinen naiven, aber selbstsicheren Sprüchen das Zeug zum heimlichen Star der Serie, jedoch bleibt das Potenzial ungenutzt. Eine Figur von der Klasse eines Arthur Spooner fehlt dieser Sitcom besonders. Der sensible Schwiegersohn in spe taugt hier nur ansatzweise als Pendant.

Bis hin zu den eingespielten Lachern ist „Kevin Can Wait“ eine typische Sitcom, die vor allem – und auch bewusst – an „King Of Queens“ erinnert; kein Schmalz à la „Full House“, aber braver als „Two and a Half Men“. Abgesehen von prominenten Gastauftritten stechen keine einzelnen Folgen heraus. Eine nette Berieselung für zwischendurch. Wer dem Genre generell nicht abgeneigt ist, wird die gut aufgelegte Besetzung genießen und manchmal auch herzhaft lachen können.

Die (ersten) Folgen sind in Deutschland exklusiv bei Amazon Prime Video erschienen.

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