Technische Trends im Kino und Heimkino – Trial and Error

KinoIn den Anfangstagen der Lichtspielhäuser – Ende des 19. Jahrhunderts – wurden Gäste gebeten, Speisen und Getränke draußen zu lassen. Dann hielt eine Erfindung namens Popcorn Einzug in die Kinos und ist dort heute nicht mehr wegzudenken. Ein Ende der Popcorn-Ära ist nicht in Sicht, solange es noch Kinos gibt. Komplizierter wird es bei technischen Errungenschaften rund ums Kino und Heimkino – sie kommen und gehen, etablieren sich unterschiedlich schnell, oder eben gar nicht.

Snacks sind in Lichtspielhäusern zur wichtigsten Geldquelle geworden, seit die Ticketverkäufe zurückgehen. 3D-Filme kamen auf, um wieder Publikum zu locken. Heute haben sie sich etabliert, besitzen aber längst nicht mehr den Erlebnischarakter aus „Avatar“-Zeiten. Ein verzichtbarer Effekt. Als nächsten großen Wurf handelte man die High Frame Rate – Filmprojektion mit mindestens 48 statt der üblichen 24 Einzelbilder pro Sekunde.

Mit „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ stellte Peter Jackson der Welt die HFR-Technik vor – und erntete gemischte Reaktionen. 2016 präsentierte Regisseur Ang Lee gar einen mit 120 Frames pro Sekunde gedrehten Film: „Die irre Heldentour des Billy Linn“. Dazwischen gab es jedoch nahezu keine HFR-Filme im Kino, das Publikum lehnte den superflüssigen Look des Materials weitgehend ab. Diverse Künstler halten an HFR fest und wollen die Technik weiter voranbringen, während andere HFR als längst gescheitert betrachten.

Neue Technologien im Kinobereich sind ein emotionales Lottospiel – Glückssache, wer und was gewinnt. Auf der Audioebene kamen wir zuletzt in den Genuss von Dolby Atmos, eine vielversprechende Erweiterung des bisherigen Surroundsounds und ein weiterer Kniff, um Menschen vor die große Leinwand zu locken. Unzählige Filmfans bleiben lieber in den eigenen vier Wänden.

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Im Heimkino hat sich über die Jahre auch einiges getan: einst rotierte die VHS, dann die DVD, gefolgt von der hochauflösenden Blu-ray, aktuell bedroht von Streamingdiensten. Seit der Markteinführung der Blu-ray Disc in Deutschland vor über einer Dekade gab es noch kein Jahr, in dem auch nur annähernd so viele Blu-rays verkauft wurden wie DVDs. Ist die Blu-ray damit ein gescheitertes Format, oder setzt sie sich einfach nur sehr schleichend durch? Haben physische Tonträger überhaupt noch eine Chance, oder müssen sie sich bald vollständig dem Streaming geschlagen geben? Und wie ist dann die neue 4K-Blu-ray einzuordnen (siehe auch: Das Kinojahr 2016 und die Heimkino-Entwicklung)?

3D für zu Hause gilt bereits als gescheitert; kommende Fernsehgeräte verzichten auf das Feature. Und dann war da ja noch die Idee des Geruchskinos. Aber das ist eine andere Geschichte. Eins steht fest: Es bleibt spannend, die Trial-and-Error-Verfahren der Industrie zu beobachten.

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Foto: Conner Murphy

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