Wer – Das Biest in Dir

DVD-Cover Wer

6/10

Originaltitel: Wer
USA | 2013 | ca. 97 Min. | FSK: ab 18
Horror, Thriller
Regie: William Brent Bell
Drehbuch: William Brent Bell, Matthew Peterman
Besetzung: A.J. Cook, Brian Scott O’Connor, Simon Quarterman, Sebastian Roché, Vik Sahay u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 14.10.14

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment

Worum geht’s?

Die amerikanische Strafverteidigerin Kate ermittelt mit ihren Assistenten in einem grausamen Mordfall, der eine französische Gemeinde erschüttert. Ein Vater und sein Sohn wurden bei einem Campingausflug zerfleischt; die Mutter überlebte schwer verletzt und berichtet von einem Monster. Kates Klient, ein riesiger, stark behaarter Mann, ist der Hauptverdächtige, doch sie glaubt an dessen Unschuld. Wissenschaftliche Untersuchungen sollen zeigen, was wirklich geschah.

Wie ist der Film?

Szenenbild WerNach dem Exorzismus, der in den letzten Jahren wieder in Mode kam, widmet sich Regisseur William Brent Bell („Devil Inside“) nun im gleichen Stil dem Werwolf-Mythos. Werwölfe haben einen schweren Stand in der Filmgeschichte und wurden eher selten überzeugend visualisiert; umso cleverer geht „Wer – Das Biest in Dir“ an die knifflige Aufgabe heran.

Obwohl nur ein Teil der Einstellungen aus Kameras stammt, die in die Erzählung eingebunden sind, lehnt sich der komplette Film optisch stark an das Found-Footage-Genre à la „Paranormal Activity“ an. Die schwammig kadrierten, verwackelten Bilder fordern Geduld und eine gewisse Eingewöhnungszeit. Doch dieser eigenartige Stil wird immerhin konsequent durchgezogen und dient der Intention, etwas wissenschaftlicher, lebensnäher an die Thematik heranzugehen, ohne sich allzu weit aus dem Fenster zu lehnen. Natürlich siegt letztlich die Fantasy-Komponente und die sachliche Argumentation bleibt oberflächlich, doch „Wer“ kreiert durchaus einen Suspense-Faktor mit der Frage, ob es den Werwolf überhaupt gibt. Vor allem ohne Vorkenntnisse durch den Trailer.

Die blutigen Effekte schwanken zwischen liebevoll gestalteten Prothesen und preiswerter CGI, sodass sie sich im soliden Mittelmaß einpendeln. Dort rangiert auch die Schauspielerei, wenn nicht noch weiter oben. Simon Quarterman, der schon als Pater in „Devil Inside“ zu sehen war, läuft zu ungeahnten Höchstleistungen auf, während der hochgewachsene Brian Scott O’Connor als mutmaßlicher Werwolf natürlich schon allein durch seine physische Präsenz einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Neben ein paar unsinnigen Drehbuchstellen und viel zu vielen Erschreck-Versuchen überzeugt „Wer“ durch kreative Ideen und eine bedrückende Atmosphäre. Eines der besseren, inspirierten B-Movies über das Grauen bei Vollmond.

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