Beau Is Afraid

DVD-Cover Beau Is Afraid

8.5/10

Originaltitel: Beau Is Afraid
CA, USA | 2023 | 179 Min. | FSK: ab 16
Komödie, Horror, Mystery
Regie: Ari Aster
Drehbuch: Ari Aster
Besetzung: Joaquin Phoenix, Nathan Lane, Amy Ryan u.a.
Kinostart: 11.05.23
DVD/Blu-Ray VÖ: 25.08.23

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Wer streamt es?
Bilder © Leonine

Worum geht’s?

Der alleinstehende, in psychiatrischer Betreuung befindliche Beau plant, seine Mutter zu besuchen. Doch durch eine Verkettung bizarrer Ereignisse kann er den Flug nicht antreten. Stattdessen hat er einen Unfall und begibt sich auf eine Reise in seine Vergangenheit, Zukunft und tiefsten Ängste.

Wie ist der Film?

Nach den zwei herausragenden Horrorfilmen „Hereditary“ und „Midsommar“ geht Ari Aster einen großen Schritt weiter. Sein drittes Werk „Beau Is Afraid“ ist ein Mammutprojekt, mit dem er Genregrenzen durchbricht und sich selbst übertrifft. Ein dreistündiger Albtraum, aus dem man nicht erwachen will, weil man wissen will, wie er weitergeht.

Szenenbild Beau Is Afraid

Ein Glück, dass mit Joaquin Phoenix der perfekte Top-Level-Darsteller für die Hauptrolle gewonnen werden konnte. In gewisser Weise seinem „Joker“ ähnlich mimt er hingebungsvoll einen psychischen Verfall. Der Star holt das Bestmögliche aus dem seltsamen Drehbuch heraus und macht es durch seinen Namen auch besser verkäuflich. Denn eigentlich ist „Beau Is Afraid“ viel zu schräg für ein breites Publikum.

Es geht höchst surreal und kafkaesk zu, während die Handlung wilde Schlenker und Wendungen nimmt. Das wird für viele frustrierend sein, ergibt aber Sinn und macht großen Spaß, wenn man Asters Ansatz erfasst: Beaus Erlebnisse sind Symbole seines Innenlebens und seine wahrgewordenen Ängste, die sich alle aus dem Kernthema des Films ergeben – der Einfluss der Mutter.

Stets zwischen gruselig-verstörend und absurd-komisch spinnt „Beau Is Afraid“ die Odyssee einer von Paranoia verkrüppelten, ein Leben lang zurückgehaltenen Seele. Das Mitgefühl des Publikums bleibt immer beim Protagonisten, denn angesichts des Gezeigten ist sein Wahn völlig legitim. Eine streckenweise arg ausladende, fordernde, doch auch selten kreative und hochunterhaltsame Film-Erfahrung. Eine freudsche Freude.

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