Die Känguru-Chroniken

Filmposter Die Känguru-Chroniken4.5/10

Originaltitel: Die Känguru-Chroniken
DE | 2020 | 92 Min. | FSK: ab 0
Komödie
Regie: Dani Levy
Drehbuch: Marc-Uwe Kling
Besetzung: Dimitrij Schaad, Rosalie Thomass, Henry Hübchen u.a.
Kinostart: 05.03.20
DVD/Blu-Ray VÖ: ?

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © X Verleih

Worum geht’s?

Der freischaffende Künstler Marc-Uwe will in seiner Kreuzberger Wohnung seine Migräne auskurieren, als das Känguru klingelt und prompt einzieht. Die beiden stellen sich gegen den reichen rechten Politiker Jörg Dwigs, der in der Nachbarschaft einen Wolkenkratzer errichten will.

Wie ist der Film?

Mit Abstand am bekanntesten ist Kabarettist und Musiker Marc-Uwe Kling für die kultigen (Hör-)Bücher über sein Alter Ego und ein sprechendes Känguru; nun wurde es Zeit für den nächsten Schritt. Für einen an den ersten Band angelehnten Kinofilm konnte Kling nicht nur auf stattliche Fördergelder und einen erfahrenen Regisseur zählen, sondern auch auf ein VFX-Team, das vorwiegend im Marvel Cinematic Universe agiert. Dass Kling sogar selbst das Drehbuch schreiben durfte, erweist sich leider als Fehler, so ironisch er es auch gemeint haben mag.

Das Känguru gibt Marc die Faust.Es fängt vielversprechend an: Der Film bewegt sich nah an seiner Buchvorlage, der Hauptdarsteller Dimitrij Schaad – hier in seiner ersten Kinohauptrolle – ist glänzend gewählt und das Computer-Känguru mittels Motion-Capture-Verfahren sehr gut animiert. Meta-Humor kommentiert sympathisch die schwierige Übersetzung von Buch zu Film, wird allerdings nicht konsequent durchgezogen. Und dann, nach der Einleitung, geht es auch bergab.

Klischeehafte Bösewichte und ein erzwungenes ‚Love Interest‘ biegen die Ursprungsidee für eine klassische Kinodramaturgie zurecht. Dabei geht der Charme der Vorlage verloren. Klings grandios trockener Humor und sein Spiel mit dem Surrealen werden im Film von Klamauk erstickt. Die mit Ideen vollgepackte Handlung leidet hier und da unter Timingproblemen und tut sich sichtlich schwer, ein befriedigendes Ende zu finden.

„Die Känguru-Chroniken“ ist eine quietschbunte, linksgrüne, kinderfreundliche Buddy-Komödie. Fans des gleichnamigen Bestsellers, der unverhohlen kuriose Episoden aneinanderreiht, werden mit diversen Referenzen abgespeist und enttäuscht. Die Adaption ist technisch ambitioniert, aber inhaltlich platt und mutlos.

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