American Pie – Jetzt wird geheiratet

Filmposter American Pie – Jetzt wird geheiratet

7/10

Originaltitel: American Wedding
USA | 2003 | 99 Min. | FSK: ab 16
Komödie
Regie: Jesse Dylan
Drehbuch: Adam Herz
Besetzung: Jason Biggs, Alyson Hannigan, Seann William Scott, Thomas Ian Nicholas, Eddie Kaye Thomas, Eugene Levy u.a.
Kinostart: 21.08.03
DVD/Blu-Ray VÖ: 15.01.04/15.03.12

Links zum Film:
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Worum geht’s?

Jim macht seiner Michelle einen Heiratsantrag. An der Verlobungsfeier scheitert er kläglich daran, bei Michelles Eltern einen guten Eindruck zu machen, vor allem weil Stifler sich selbst einlädt und für Chaos sorgt. Doch schließlich müssen Jim und seine Trauzeugen Finch und Kevin sich eingestehen, dass der Rüpel auch nützlich sein kann. Dafür kriegen Finch und Stifler sich mächtig in die Haare, als sie sich beide in Michelles Schwester Cadence vergucken.

Wie ist der Film?

Ab und an entsteht hier natürlich schon der Eindruck der Resteverwertung, gerade weil viele prägende Rollen der ersten beiden Filme für den dritten Teil nicht mehr gewonnen wurden. Allmählich machen sich natürlicherweise Abnutzungserscheinungen des bekannten Konzepts breit. Trotzdem ist „American Pie – Jetzt wird geheiratet“ noch auf der sicheren Seite, da wieder eine schlüssige und spannende Erzählgrundlage besteht und Autor Adam Herz ein weiteres Mal sowohl einen guten Sinn für aberwitzige Szenarien als auch einen guten Sinn für Romantik beweist.

Leider begeht der dritte Teil der Reihe aufgrund diverser Defizite den Fehler, die überaus beliebte Figur Stifler auszuschlachten und dadurch zu verzerren. Der Stifmeister war ja schon immer ein ruppiger Zeitgenosse, doch ihn derart aufmüpfig und gemein darzustellen, wie es in „Jetzt wird geheiratet“ der Fall ist, lässt ihn zu seiner eigenen Karikatur werden und hinterlässt bei Kennern einen seltsamen Beigeschmack. Allerdings baut ein Großteil der Handlungsentwicklungen auf diese krasse Darstellung – ein nötiges Opfer für neue Ideen. Es bleibt die Frage, ob das nicht auch anders gegangen wäre.

Immer, wenn es lahm zu werden droht, hat „American Pie – Jetzt wird geheiratet“ einen witzigen Gag parat. Mit dem desaströsen Junggesellenabschied wurde in der Mitte wieder ein höchst amüsanter Höhepunkt gefunden, diesmal als nette Mischung aus Improvisation und einstudierter Choreografie. Die einstige Tiefe der Hauptfiguren ist bei alledem allerdings weitestgehend verflogen. Es bleibt eine logische Fortsetzung, wieder mit viel Gefühl und derbem Witz, in welcher der Geist der kultigen Vorgängerfilme durchaus präsent ist. Nur für neue Höhenflüge reicht es diesmal nicht, was man gut verstehen kann.

Trotz einiger Schwächen erweist sich „American Pie – Jetzt wird geheiratet“ als sinniger Schluss einer Trilogie, der noch immer gut zu unterhalten weiß. Und durch das Hochzeitsszenario wird sogar mal eine etwas andere beziehungsweise erweiterte Zielgruppe angesprochen.

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