Wolfman

Filmposter Wolfman

7/10

Originaltitel: The Wolfman
USA | 2010 | 119 Min. | FSK: ab 16
Horror, Remake
Regie: Joe Johnston
Drehbuch: Andrew Kevin Walker, David Self
Besetzung: Benicio del Toro, Anthony Hopkins, Emily Blunt, Hugo Weaving u.a.
Kinostart: 11.02.10
DVD/Blu-Ray VÖ: 05.08.10

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter | Schnittbericht

Worum geht’s?

England, 19. Jahrhundert. Der Theaterschauspieler Lawrence Talbot wird von der Verlobten seines Bruders Ben gebeten, nach vielen Jahren in seine alte Heimat zurück zu kehren, denn dort ist Ben spurlos verschwunden. Als er ankommt, erfährt er von seinem Vater, dass er zu spät kommt. Eine mysteriöse Mordserie versetzt die Menschen in Angst. Der Täter scheint kein Mensch zu sein.

Wie ist der Film?

Diese spektakuläre Neuverfilmung von „Der Wolfsmensch“ aus dem Jahre 1941 macht keinen Halt vor Klischees, dafür aber Spaß und ist in sich stimmig als altmodische Geschichte in modernem Gewand. Die durchgestylte Bild- und Tonkulisse mit wunderbar klotzendem Score von Altmeister Danny Elfman macht den Film angenehm kurzweilig. Ein weiterer Trumph ist die attraktive Besetzung. Del Toro („21 Gramm“, „Sin City“) gibt sich eher verhalten und lässt sein Äußeres für sich sprechen, was genau richtig ist, da er schon von Natur aus etwas Animalisches in seinen Zügen trägt. Sir Anthony Hopkins wirkt endlich mal wieder nicht unterfordert.

„The Wolfman“ hat dank modernster und klug eingesetzter Computertechnik auch endlich die perfekte Verwandlungsszene zu bieten, die so viele Werwolf-Filme zuvor nur bedingt zustande brachten – ein Highlight für Genrefans. Die Geister scheiden sich natürlich wieder am Look des Werwolfs. Doch man sollte zugeben: Die Macher, allen voran Makeup-Künstler Rick Baker (Oscar für „American Werwolf“) haben erfolgreich ihr Bestes gegeben. Einen Werwolf kann man eigentlich gar nicht wirklich „unpeinlich“ aussehen lassen, schließlich ist das ein Mensch mit Ganzkörperbehaarung und spitzen Ohren.

Das Klassiker-Remake macht Laune, in dem es die alte Geschichte bewusst nicht neu schreibt, sie dafür aber mit einer eindrucksvollen Optik dem zeitgemäßen Publikum schmackhaft macht. Theatralik stößt in diesem Fall nicht unangenehm auf, sondern fügt sich passend ins Gesamtkonzept ein. Durch den für so eine Hollywood-Produktion überraschenden Härtegrad sammelt der Film noch weitere Sympathiepunkte. Nichts für CGI-Hasser und Klischee-Feinde, aber ansonsten einer der gelungensten Werwolf-Streifen.

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