Zurück in die Zukunft

Filmposter Zurück in die Zukunft

9/10

Originaltitel: Back to the Future
USA | 1985 | 116 Min. | FSK: ab 12
Science-Fiction, Komödie
Regie: Robert Zemeckis
Drehbuch: Bob Gale, Robert Zemeckis
Besetzung: Michael J. Fox, Christopher Lloyd, Lea Thompson, Thomas F. Wilson u.a.
Kinostart: 03.10.85
DVD/Blu-Ray VÖ: 28.10.10

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Szenenbild © Universal Pictures

Worum geht’s?

Der Jugendliche Marty McFly lässt sich vom befreundeten Wissenschaftler Dr. Emmett Brown eine Zeitmaschine vorführen, die dieser in einen Sportwagen eingebaut hat. Ein Zwischenfall mit Feinden des Doktors zwingt Marty, die Maschine zu benutzen. Er landet im Jahr 1955, wo er versehentlich das Kennenlernen seiner Eltern vereitelt. Mit Hilfe des jüngeren Dr. Brown muss Marty den Lauf der Zeit wieder geradebiegen, um nicht zuletzt seine eigene Existenz zu sichern.

Wie ist der Film?

Szenenbild Zurück in die ZukunftDiesen kleinen, dreckigen Geniestreich „Terminator“ in allen Ehren, aber der kaum ein Jahr später erschienene „Zurück in die Zukunft“ ist der Zeitreisefilm und wird es auch immer sein. Braves, detailverliebtes Blockbusterkino, gewürzt mit ein paar frechen Ausdrücken und mutigen Szenen. Michael J. Fox alias Marty McFly bringt eine großartige Energie in die Geschichte und bildet mit dem nicht weniger agilen, urkomisch dreinblickenden Christopher Lloyd alias ‚Doc‘ ein Traumpaar für die Ewigkeit. Speziell die Nebenfiguren kratzen an der Karikatur, nicht zuletzt wegen mittelmäßig überzeugender Makeup-Effekte. Doch es ist die große Spielfreude des Ensembles, die hier zählt. Neben cleveren Zeitreise-Gags fügen sich auch Slapstick-Elemente stimmig in den heiteren Grundton ein.

Mit der Zeitreisethematik kommen natürlich auch die Paradoxien, aber „Zurück in die Zukunft“ wirkt wohl durchdacht und lädt zur Diskussion ein, statt nur Handlungslöcher aufzureißen. Sowieso kriegt das Publikum ob zahlreicher toller Action- und Spannungsmomente kaum Zeit zum Hinterfragen. Was das Abenteuer überhaupt erst richtig mitreißend macht, ist Alan Silvestris eingängige Musik. Eine weise Entscheidung, auf klassische Orchesterklänge zu setzen, statt den naheliegenden Synthesizer oder Ähnliches auszupacken. Auf diese Weise erhält die Geschichte umso mehr Tragweite und spielbergschen Charme.

Abgesehen von einer himmelschreiend stereotypen Darstellung von Terroristen als gesichtslose Bösewichte ist „Zurück in die Zukunft“ ein technisch wie erzählerisch formvollendeter Klassiker, der hervorragend altert. Auf hohem Niveau zu beklagen bleibt das überladene Finale, in dem sich quasi mehrere Showdowns hintereinander abspulen. Nichtsdestotrotz – oder gerade deshalb – könnte eine familienfreundliche Reise in die Vergangenheit (und zurück) unterhaltsamer kaum sein.

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