Mallrats

DVD-Cover Mallrats

4/10

Originaltitel: Mallrats
USA | 1995 | 122 Min. | FSK: ab 12
Komödie, Direct-to-DVD
Regie: Kevin Smith
Drehbuch: Kevin Smith
Besetzung: Jason Lee, Jeremy London, Shannen Doherty, Claire Forlani, Ben Affleck u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 17.01.02

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Universal
Bild © Universal

Worum geht’s?

Die besten Freunde T.S. und Brodie werden am selben Tag von ihrer jeweiligen Freundin verlassen. Ein Ausflug ins Einkaufszentrum soll Ablenkung verschaffen und wird zum ungeahnten Abenteuer.

Wie ist der Film?

Vom kleinen grauen Lebensmittelladen ins große bunte Einkaufszentrum: Kevins Smiths zweiter Film pustet das Konzept seines Low-Budget-Erstlings „Clerks“ um ein Vielfaches auf und zerrt damit am einstigen Charme. Jetzt, mit den Universal Studios im Rücken, wirkt Smiths Situationskomik erzwungen und lächerlich.

Die Hauptdarsteller Jeremy London (T.S.) und Jason Lee (Brodie) beweisen Potenzial. Claire Forlani (Brandi) und die damals schon aus „Beverly Hills, 90210“ bekannte Shannen Doherty (Rene) gefallen als kluge, reizende Gegenstücke ihrer Jungs. Doch während Brandis und T.S.‘ Dramaturgie etwas plump erscheint, sind Rene und der verabscheuungswürdige Brodie als Paar vollends unglaubwürdig. Generell handelt es sich bei den Figuren mehr um Karikaturen als Charaktere, umrahmt von hilflosen Komparsen.

Regisseur und Autor Smith muss vom plötzlichen Millionenbudget und all den Möglichkeiten überfordert gewesen sein. Am besten funktionieren der infantile Humor und die flache Charakterzeichnung noch bei den Nebenfiguren Jay und Silent Bob – letzterer von Smith selbst gespielt. Kein Wunder, dass die beiden später zu Hauptfiguren reiften.

„Mallrats“ mixt eine Buddy- und Romantik-Komödie mit Popkulturreferenzen zu einem peinlichen Brei, der auf niedrigem Niveau immerhin zu unterhalten weiß. Das Einkaufszentrum als Schauplatz dient als Vorwand, um möglichst viele unterschiedliche Sketche abzuhandeln und verpasst dabei die sich aufdrängende Chance zur Konsumkritik.

Der 2005 erschienene Extended Cut läuft rund eine halbe Stunde länger und enthält unter anderem einen alternativen Anfang. Diese Version erklärt die Figuren eine Spur besser, raubt der Geschichte jedoch Tempo und Timing und enthüllt erst recht, wie ideenlos die Kamera einfach draufhält. Mehr als 90 Minuten „Mallrats“ muss nicht sein, und die auch nur für Fans der ‚New-Jersey-Filme‘. Zum Glück konnte Kevin Smith sich mit seinem Nachfolgewerk „Chasing Amy“ wieder aufraffen.

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