Le Mans 66 – Gegen jede Chance

Filmposter Le Mans 667/10

Originaltitel: Ford v Ferrari
USA | 2019 | 153 Min. | FSK: ab 12
Drama, Action, Sport
Regie: James Mangold
Drehbuch: Jez Butterworth, John-Henry Butterworth, Jason Keller
Besetzung: Matt Damon, Christian Bale u.a.
Kinostart: 14.11.19
DVD/Blu-Ray VÖ: 02.04.20

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © 2019 Twentieth Century Fox

Worum geht’s?

Die Chefetage von Ford beschließt, sich im Rennsport der übermächtigen Konkurrenz Ferrari zu stellen. Ingenieur Carroll Shelby wird mit dem Bau des ultimativen Rennautos beauftragt, um damit im legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans anzutreten. Als Fahrer kommt für Shelby nur der Querkopf Ken Miles in Frage, der so gar nicht zum sauberen Ford-Image passt.

Wie ist der Film?

Ein bisschen verletzter Männerstolz und schon wird Geschichte geschrieben: Auch in „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“ heißt es wieder ‚Wer hat den längsten?‘ (beziehungsweise ‚Wer hat den schnellsten?‘), in der schauspielerisch und technisch hochwertigsten Variante, die das Kinojahr 2019 zu bieten hatte. Der Kampf um Ehre nach wahren Begebenheiten weiß mit einer Mischung aus Action und Beziehungsstudie souverän mitzureißen.

Szenenbild Le MansRegisseur James Mangold („Logan – The Wolverine”) fährt ein detailverliebtes 60er-Jahre-Setting auf, das zum Schwelgen einlädt, garniert mit launigem Soundtrack. Natürlich kommen vor allem Autofans auf ihre Kosten. Ein gewohnt cooler Matt Damon („Departed – Unter Feinden“) trägt die Geschichte, wird jedoch überschattet von seinem Partner Christian Bale („The Dark Knight“), der mal wieder mächtig aufdreht. Die sympathische Caitriona Balfe („Escape Plan“) sorgt als Kens Ehefrau für das Mindestmaß an Abwechslung im Testosteron-Pingpong der Charaktere; hoffentlich spielt sie künftig auch Hauptrollen.

Der titelgebende Showdown zum Nägelkauen entschädigt für die etwas zu lange Hinführung. Ausgefeilte Schnitte lassen den Wettkampf hautnah mitfühlen, unter dem treibenden Klang der Motoren. Trotz temporeicher Montage voller unterschiedlicher Blickwinkel bleibt Mangolds Stil sauber und übersichtlich. „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“ ist ein glänzend inszeniertes Underdog-Sportdrama nach üblichem Strickmuster. Die Topbesetzung sorgt für eine Prise Witz und reichlich Emotionen. Allerdings verliert der Film das Rennen der Gefühle knapp gegen den recht ähnlichen „Rush – Alles für den Sieg“ (2013).

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The Fighter
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